Samba Afro & Voice

381/19Samba Afro & Voice

Datum und Uhrzeit

Fri. 20.09.2019 10:00 h - Sat. 21.09.2019 18:00 h

Zielgruppe

für Mittelstufe

Dozent

Volker Conrath & Alafin

Beschreibung

Was haben die Sambagruppen Bahias vor dem so genannten Samba-Reggae gespielt?
Afroblocos wie Olodum wurden in den 80er Jahren im Zuge der Blackpower Bewegung in den USA gegründet. Musikalisch integrierten sie Elemente karibischer und afrikanischer Musik und kreierten die uns heute bekannten Spielarten. Davor gab es die Blocos de Indio (Comanches do Pelo, Apache de Torroro u.a.). Leider gibt es diese Blocos nicht mehr, und ihre Art zu spielen, verschwindet mit zunehmendem Alter dieser Generation von Percussionisten. Ihr Rhythmus ist sehr improvisationsfreudig und die Nähe zum Samba aus Rio dieser Zeit (1970er Jahre) ist unverkennbar. Die direkten musikalischen Verbindungen zum Samba de Roda (2006 von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt) werden wir aufzeigen. Dieser Workshop bietet die Gelegenheit, den sambatypischen Swing zu erfahren, der in den heutigen Spielarten oft nicht mehr vorhanden ist. Samba-Reggae passt sich der Popmusik an, Samba aus Rio ist heutzutage oft zu schnell, um den Swing zu erfahren.

Die Teilnehmer sollten genügend Spielerfahrung auf ihrem Instrument haben.
Instrumente: Surdos (Fundos, Dobras oder auch Roller genannt) Caixas , Repiniques (mit einem und zwei Stöcken), Shaker, Timbas sowie für die Samba de Roda zusätzlich Agogo, Tamburim, Pandeiro und natürlich die Stimme.

Volker Conrath: freischaffender Percussionist aus Berlin, Sambista der ersten Stunde, Leiter des Bloco Explosão in Berlin (Preisträger beim Karneval der Kulturen in Berlin), Gründer der Bahia Connection, organisiert Reisen nach Brasilien, lebte und arbeitete in Brasilien, spielt seit 2000 mit „Verde e Rosa“, eine der letzten Gruppen in Salvador, die die Rhythmen der Bloco de Indio noch spielen. Ihm liegt die Erhaltung und Verbreitung dieser Rhythmen am Herzen.
Marcos Marinho, „Alafin“: Sänger, Cavaquinho-Spieler, Komponist, Percussionist vom Afro Bloco Malệdebalê aus Salvador da Bahia.

Max. Teilnehmerzahl

50